Was bewirken Alohomora und Colloportus?
Woher kommen die Namen?
Alohomora stammt aus dem Malagasy, der Sprache Madagaskars. In der dortigen Wahrsagekunst Sikidy bezeichnet die Stellung alohomora eine Lage, die Dieben günstig ist.
Rowling hat das 2008 in einem Urheberrechtsprozess klargestellt, nachdem lange eine Herleitung aus dem hawaiianischen aloha und dem lateinischen mora kursiert war.
Colloportus ist dagegen Küchenlatein: colla für Leim und porta für Tür. Verklebte Tür, wörtlich genommen, und beim Wirken macht sie ein Geräusch, das genau danach klingt.
Wo liegen die Grenzen?
Alohomora öffnet einfache Schlösser zuverlässig, scheitert aber an allem, was magisch gesichert ist. Türen in Hogwarts, die Filch persönlich verriegelt hat, lassen sich damit öffnen; Türen, die Dumbledore verschlossen hat, nicht.
Ein Nebeneffekt, den die Reihe konsequent durchhält: Weil der Zauber so bekannt ist, sichern Zauberer ihre Häuser gar nicht erst mit Schlössern.
Wann kommen sie vor?
Alohomora gleich im ersten Band, als Hermine damit die Tür zum verbotenen Korridor öffnet und die drei dabei auf einen dreiköpfigen Hund stoßen. Es ist einer der ersten Zauber, die sie beherrscht, und sie sagt das auch.
Colloportus taucht seltener auf, am deutlichsten im fünften Band in der Mysteriumsabteilung, wo damit eine Tür hinter der Gruppe zugemacht wird.
Warum sind gerade diese beiden so beliebt?
Weil sie zu den wenigen Zaubern gehören, die man im Alltag gebrauchen könnte. Kein Kampf, keine Verwandlung, nur eine Tür, die aufgeht. Das ist erstaunlich oft genau das, was man bräuchte.
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